erstens kommt es anders und zweitens als man denkt

9 06 2010

Vor ungefähr einem Monat fing ich an, meinen Plan zu einer Lochkamera umzusetzen. Zunächst suchte ich die Materialien zusammen, die ich benötigen würde. Natürlich hatte ich das bestreben, möglichst wenig Geld auszugeben. Mir fiel also ein, bääm, ich glaub, im Keller ist noch irgendwo in der Flohmarkt-Kiste ein alter Film, den kann ich doch nehmen, so erstmal zum ausprobieren.
Dass dieser Film eine nicht so nützliche ISO-Zahl hatte, war mir in dem Moment nicht so wichtig. Überhaupt woher der Film kam, war mir nicht so wichtig. Der wird schon funktionieren.
Also bastelte ich vergnügt vor mich hin, machte vergnügt Bilder und erklärte meinen Mitmenschen vergnügt, warum ihr Pessimismus („ööhöm, das sieht aus, als würde eees… nicht funktionieren, öhöm“) fehl am Platze ist.

Heute seh ich das erste Bild und denke, hej, das sieht ja echt gut aus, aber wo hatte ich das denn noch mal gemacht? Nach genauerem Hinsehen und Beschauen einiger anderer Bilder muss ich sehr anfangen zu schmunzeln. Das, was da zu sehen ist, sind Bilder von einem Schweden-Urlaub mit meiner Familie und Thilo – so, ich vermute in den Sommerferien zwischen 6. und 7. Klasse.

Das Bild oben entstand in einer Jugendherberge bei S:t Anna. Ich kann mich noch erinnern, dass Thilo sich dort unbedingt einen Fuß verstauchen musste. Und ich bin Duschen gegangen, ohne mein Handtuch mitzunehmen und das war unpraktisch. Wer seinen Kopf um 90° neigt, erkennt mein Zimmer.

Dieses Bild ist auf der Fähre, ich vermute zurück nach Deutschland, beziehungsweise auf meinem Balkon, und zwar in 2010. Irgendwie ist es, als ob der Stuhl im Wasser schwimmt. Im oberen Teil scheint es, als bildeten die Abendwolken mit den Baumkronen in meinem Hinterhof eine Landschaft. Sie erinnert mich an Schweden, an einem warmen Sommertag. Jag älskar sverige.

Auf der selben Fähre sitzt der kleine, süße Thilo. Aber mit dicker Uhr. Leider weiß ich echt nicht, was dieses Pinke ist.

Die Ostsee mit Abendsonne, vereint mit der Hansestadt Lübeck und seinem Rathaus.

Dieses Bild ist finde ich echt gelungen. Wer mein Zimmer kennt, weiß, was das ist. Das ganze mit Fischen wäre wohl auch sehr geil gewesen. So von der Überlegung^^

Und wegen dem letzten Bild und den vielen Erinnerungen und natürlich der Erfahrung bei Pinhole-Photography sage ich jetzt mal: yeah, success!

gabriel

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